Schuss ins TorWar es Ihnen auch peinlich? Als sich am 15.7.2014 die frischgebackenen Fußball-Weltmeister der Fanmeile in Berlin präsentierten, erlaubte sich eine der Wohngemeinschaften aus Campo Bahia einen Fehltritt. Das Publikum war kurz irritiert, feierte ihre Mannschaft dann aber trotzdem weiter. Schließlich ist der vierte Stern eine historisch einmalige Leistung.

Was war passiert? Einige Spieler hatten eine der im Fußball üblichen Fan-Performances übernommen. Sie schauspielerten übertrieben die geknickten Argentinier in gebückter Köperhaltung. Dazu sangen sie: » So gehen die Gauchos. So gehen die Gauchos! « Dann richteten sie sich stolz auf und sangen weiter: » So gehen die Deutschen. So gehen die Deutschen! «

Der Critstorm

Auch ich war unangenehm berührt. Doch wie der Rest der Zuschauer hatte ich es schnell abgehakt. Nicht so die versammelte Presse und viele Facebook- und Twitter-Nutzer. Das Video des Vorfalls wurde immer wieder geteilt. Man rümpfte die Nase, also ob die Nationalmannschaft geschlossen gegen das Brandenburger Tor gepinkelt hätte. Ein ausgewachsener Critstorm brach los. #Gauchogate war der Aufreger des Tages.

Mit dieser Performance hätten die Spieler alles wieder kaputt gemacht, was sie vorher an positivem Image aufgebaut haben. Auch die Presse reagierte schnell. Spiegel Online titelte noch während der Feier:» Götze, Klose und Co. verhöhnen die Argentinier. «

Wider der Gleichmacherei

Ich denke, wir müssen hier unterscheiden. Hauptberuflich sind diese 23 jungen Männer Fußballer. Ihr Spiel ist die Unterhaltung für ein Millionenpublikum. Sie sind Interviewprofis, weil die Vereine sie entsprechend schulen.

Aber vor 400.000 Menschen zu stehen und zu performen ist eine ganz andere Herausforderung. Ich möchte den Redner sehen, der Angesichts eines großen Publikums und dem damit einhergehenden Drucks nicht schon einmal etwas Blödes gesagt hätte. Das ist quasi Teil der Ausbildung.

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Teil I: Die Botschaft

Zeigefinger swDie Frau ist witzig, hat Ahnung und weiß, zu reden. Doch als sie nach gut einer Stunde furios endet, bleibt doch eine Frage offen. Was wollte Sie mir eigentlich sagen? Da bleibst Du als Zuhörer gut unterhalten zurück, aber die einzelnen Teile verschwinden schon im Nebel des Vergessens, während Du noch vergnügt über den letzten Gag nachdenkst.

Ist es Dir auch schon einmal so ergangen? Der Redner ist unvergesslich. Aber für seine Rede gilt das nicht. Woran liegt das? Ist es unsere verkürzte Aufmerksamkeitsspanne? Schließlich haben Internet, SMS, E-Mails und SmartPhones in den letzten Jahren unsere Arbeits- und Denkweise nachhaltig verändert.

Nein! Das ist zwar ein spannendes Thema, aber das ist allerhöchstens ein Thema, warum so viele Redner mit ihrer schnellvergesslichen Rede durchkommen.

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Redner KJL beide Arme ausgebreitetHast Du schon einmal ein Geschenk bekommen, das in recyceltes Geschenkpapier eingewickelt war?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Obwohl ich schon hin und wieder erlebe, wie Freunde und Bekannte meine Mitbringsel ganz vorsichtig auspacken, um das “schöne Papier” nicht zu beschädigen.

Würde ich es aber merken, dann hätte ich vermutlich ein seltsames Gefühl. Bin ich es dem anderen nicht wert, ein unbenutztes Geschenkpapier zu verwenden? Bin ich ein Bekannter zweiter Klasse für ihn? Oder geht es ihm so schlecht, dass er sich kein Geschenkpapier leisten kann? Soll ich das Geschenk überhaupt annehmen?

So ähnlich ergeht es mir, wenn ich dem einen oder anderen Redner zuhöre. Manche Geschichten und Beispiele werden immer wieder neu aufgewärmt. Als vor rund zwei Jahren Matthias Garten das erste Mal in seinem Vortrag vom “betreuten Lesen” sprach, habe ich Tränen gelacht. Er bezeichnete damit Reden mit sehr textlastigen Folien.  Letzte Woche auf der Präsentationskonferenz hat Nils Bäumer den gleichen Satz benutzt, genauso wie natürlich Matthias Garten.

Das ist unangenehm. Mindestens einer hat sein Geschenkpapier recycelt. Letzten Donnerstag erzählt mit eine Toastmasterkollegin von einer Rednerin, die auf dem Marketingsymposium in Mainz sprach. Das Symposium fand parallel zur Präsentationskonferenz in Mainz statt. Meine Kollegin erzählte mir davon, dass sie herzhaft darüber lachen musste, als die patente Unternehmerin, deren Namen sie bezeichnenderweise nicht mehr wusste,  vom “betreuten Lesen” in Powerpoint-Präsentationen gesprochen hatte.

Nichts ist so stark, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist, soll Victor Hugo einmal gesagt haben. Bei witzigen Redewendungen scheint das Gegenteil zuzutreffen.

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Der beste Vortrag kann in die Binsen gehen, wenn der Redner gestört wird. Mit manchen Störungen müssen wir uns abfinden, anderen können wir entgegenwirken und wir können vor allen Dingen vorbereitet sein.

Gespannte Stille macht sich in der Weststadtbar breit. Gleich beginnen die Vorträge der Sternstunde für Unternehmer. Alle sind gespannt, was jetzt kommt. Alle? Nein, ein Besucher möchte lieber seine Unterhaltung fortführen. Schließlich scheint sein Gegenüber ihm ja andachtsvoll zuzuhören. Ich bin der erste von sechs Rednern. Soll ich den Schwätzer zum Schweigen bringen? Nein, ich wüsste ja nicht einmal, wie. Bestimmt will er nur seinen Punkt zu Ende bringen und dann gespannt zuhören. So sieht ein Fehler aus, bevor er zuschlägt.

Ich fange also an: “Stellen Sie sich vor, Ihr einziges Kind wird entführt. Natürlich will sich das niemand vorstellen. Gleichzeitig verlangt Ihnen die Situation alles ab, was Ihr Oberstübchen hergibt. Denn Sie brauchen Ihre besten Lösungen …” Ja! Gut! Ich habe das Interesse der Leute gewonnen. Sie wollen wissen, wie es weiter geht. – Bis auf dem Schwätzer neben mir.

Ich habe schon vieles erlebt. Reden auf der offenen Bühne bei Messen, Blaskapellen im Nebenraum oder sogar Tanzproben, bei denen unser Saal mitgebebt hat. All das hat mich nie aus dem Konzept gebracht.

Der Schwätzer hat es geschafft.

Doch das ist Schnee von gestern. Viel interessanter ist die Frage, wie gehen wir mit solchen Störungen um?

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Redner von untenDie größte und wichtigste Gabe eines Redners ist es, seine Zuhörer zu bewegen. Doch viele schlüpfen in eine falsche Rolle. Das kostet sie alles.

Der Raum ist brechend voll. Erwartungsvoll warten die Menschen auf den Redner. Eine kurze Einführung durch eine junge Frau und er stürmt auf die Bühne. Applaus!

Der Unantastbare

Dann legt er los. Er beginnt mit einer Geschichte über sich selbst. Er kommt von ganz unten und sein Leben ist eine einzige Überholspur. Nichts konnte ihn davon abhalten, bis in den Olymp des Erfolgs vorzustoßen. Pleiten, Pech und Pannen? Gibt’s bei ihm nicht. Denn das lässt er einfach nicht zu. Wow! Was für eine Erfolgsgeschichte!

Endlich erleben wir einen vom Schicksal Auserwählten live. Zu Recht ist der Mann von sich selbst begeistert. Doch je länger der Erfolgsbolide auf sein Publikum einredet, desto weniger erreicht er es. Ja! Jeder möchte gerne so erfolgreich sein, wie der Mann auf der Bühne. Nein! Auch wir wollen keine Rückschläge erleben. Ja! Wir wollen unser Geburtsrecht auf Erfolg einfordern. Wow! Kann der Mann reden!

Die Verlierer

Die Sache hat einen Schönheitsfehler. Der Mann auf der Bühne ist ein Ausnahmeexemplar. Wir Zuschauer sind dagegen ganz normal. Auch wenn wir uns für ein paar kurze Momente von dem Motivator aufblasen lassen. Die heiße Luft entweicht schneller als wir sie zuvor aufgenommen haben. Wir identifizieren uns nicht mit dem Standbild aus Erfolgsgranit. Wir sind normal. Lass den mal reden. Er kann das vielleicht. Wir müssen mit dem auskommen, was uns gegeben wurde.

Ab diesem Moment hat der Redner verloren.

 

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Symmetischer RednerAm Ende unserer Rede entscheidet sich, ob wir unseren Zuhörern im Gedächtnis bleiben oder nicht. Es entscheidet sich, wie sehr sich unser persönlicher Einsatz gelohnt hat.

Stell Dir vor, der Referent brennt über eine ganze Stunde lang ein Feuerwerk an interessanten Erkenntnissen, Aha-Momenten und purer Motivation ab und endet dann mit »Das war es! Wenn Sie fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!«

Was für ein Tiefpunkt! So darf keine Rede enden.

Das wäre in etwa so, wie wenn die Alliierten am D-Day unter größten Verlusten in der Normandie gelandet wären, um Tags darauf wieder nach England zurückzufahren.

Ein Finale Interruptus lässt den Zuschauer enttäuscht zurück. Als würde ein Film kurz vor dem Happy End einfach abreißen. Wenn wir eine Stunde lang begeistert zugehört haben, erwarten wir zum Abschluss einen weiteren Höhepunkt.

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StartknopfRednern geht es nicht besser als Autoren oder Bloggern. Der Anfang einer Rede ist genauso wichtig, wie der Anfang einer Geschichte oder eines Artikels. Unser Anfang bestimmt, wie viele unserer Zuhörer oder Leser wir mitnehmen. Der Anfang ist der tapfere kleine Kaltakquisiteur, der unseren Inhalten die Tür öffnet.

Es ist noch gar nicht lange her, da war das Publikum dem Redner ausgeliefert. Wenn ein Redner gleich von Anfang langweilig war, dann konnten wir seine Absonderungen allenfalls ertragen. Doch im Zeitalter von Smartphones können wir etwas dagegen tun, uns von einem leidenden Langeweiler auf der Bühne Lebenszeit stehlen zu lassen.

»Wenn Dein Publikum konzentriert nach unten starrt, hast Du verloren«, brachte es ein guter Kollege einmal auf den Punkt.

Daher ist der Anfang der Rede so wichtig. Wen wir dabei verlieren, holen wir nur ganz selten wieder zurück.

Der »Primacy Effect«

Gleichzeitig unterschätzen viele den sogenannten “Primacy Effect”. Unsere ersten Worte bleiben dem Publikum mit am längsten im Gedächtnis haften. Das ist wohl auch der Grund, warum so viele Redner sich an dieser Stelle für die Ehre bedanken, gerade vor diesem Publikum reden zu dürfen. Gleichzeitig ödet sich gerade dieses Publikum in die Sofortnarkose.

Besonders beliebt ist auch die umfangreiche Darstellung der eigenen Person und der Verdienste des Redners. Ungeachtet dessen, dass der Moderator das zuvor schon mit viel Mühe gemacht hat. Es könnte ja sein, dass den Zuhörern etwas Wichtiges entgangen ist.

Versetzen wir uns in unser Publikum. Interessiert uns das wirklich? Wir kennen die Person auf der Bühne nicht. Da fühlt es sich auch nicht so wohlig an, wenn sie versucht in unseren Hintern zu kriechen. Mitleid wollen wir schon gar nicht haben, während sie ihren Minderwertigkeitskomplex bewältigt.

Wenn ich im Publikum sitze, möchte ich interessiert werden. Ich möchte Begeisterung erleben, ich möchte auch einmal lachen und ich möchte, dass die Zeit wie im Flug vergeht, während ich viele spannende neue Erkenntnisse und Ideen für mich mitnehme.

Der Anfang einer Rede muss genau das versprechen. Dafür gibt es eine ganze Anzahl von Mitteln.

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PublikumStell Dir vor: Du stehst vor Deinem Publikum. Du legst Dein ganzes Herzblut in Deinen Vortrag. Im Vorfeld hast Du eine zum Sterben schöne PowerPoint-Präsentation vorbereitet. Du ziehst alle Register! Doch Deine Zuhörer umarmen sich lieber selbst als Deine Worte: verschränkte Arme, gerunzelte Stirn, kein Lächeln, keine Reaktion. Mit anderen Worten: Du stehst vor einem gigantischen schwarzen Loch, das Deine Energie schneller schluckt als ein Porsche Cayenne das SuperPlus an der Tanksäule. Auf Deiner Stirn bilden sich Schweißtropfen, Du wirst heiser.

Was tust Du?

Erfahrung macht klug

Wer oft vor Publikum steht, hat diese Erfahrung bestimmt schon gemacht. Es lässt sich nicht verhindern. Lernen ist Trumpf und je häufiger wir Zuschauer haben, desto seltener passiert es – hoffentlich. Dabei ist es völlig egal, ob danach die Leute zu Dir kommen und Dich beglückwünschen, weil der Vortrag “gut” war.

Wenn wir als Redner Erfolg haben wollen, ist “gut” kein Maßstab.

Die Sicht der Zuschauer

Denn sehen wir es einmal von der anderen Seite, aus der Sicht der Zuschauer: Du sitzt also in einem Vortragssaal auf der für Dich wichtigsten Messe des Jahres. Dein Unternehmen hat wieder eine unvernünftige hohe Summe in dieses alljährliche Abenteuer investiert und Du sitzt in diesem Vortrag. Jede Minute kostet ein Vermögen. Aber der Titel klang interessant und den Referenten wolltest Du ohnehin schon immer einmal hören.

Diese 45 Minuten sind also richtig teuer. Wirst Du dann mit einer artig guten Rede zufrieden sein? Oder erwartest Du, dass der Redner Dich aus dem Sitz haut und Du es nicht erwarten kannst, diese großartigen Impulse gleich umzusetzen?

Wenn wir uns das vor Augen führen und in einen Raum mit 250 erwartungsvollen Zuhörern blicken, dann ist “gut” einfach nur schlecht.

Das wechselhafte Pendel der guten und schlechten Tage

Allerdings sind wir alle nur Menschen und jeder von uns erwischt gute und schlechte Tage. An den guten Tagen könnten wir nahezu unvorbereitet auf die Bühne treten und es regnet Manna vom Himmel. Doch weil wir auch schlechte Tage haben, machen wir das nicht.

Die mentale Einstellung

Es gibt so Vieles, was ein Redner vor seinem Auftritt alles tun kann, damit er auf der Bühne auf dem Punkt ist. Das fängt bei der richtigen Einstellung an. Manch einer fühlt sich in den Minuten davor wie ehedem bei einer Prüfung. Treten wir so vor unsere Zuschauer wird uns das Publikum mit absoluter Sicherheit auf die Probe stellen.

Wenn wir eine Rede halten, dann ist das hoffentlich kein Selbstzweck. Ich habe mich vor vielen Jahren auf das Thema “Entscheiden” spezialisiert. Bei dem Thema kann jeder mitreden. Doch wozu gibt es Experten? Wenn es mir gelingt, deren Pseudosicherheit zu erschüttern und durch Klarheit und echtes Wissen zu ersetzen, dann verändere ich damit das Leben meiner Zuschauer.

Diese Chance vermittelt ein unglaubliches Gefühl. Ich kann es meistens kaum erwarten vor mein Publikum zu treten. Es ist Teil meiner großen Mission.

Zwischen Einem Redner,. der sich vom Publikum prüfen zu lässt und einem Redner, der seinem Publikum eine Botschaft zu vermittelt liegen Welten. Wen würden wir wohl lieber sehen?

Worte sind nicht genug

Ein Redner ist ein Musiker. Sein Instrument ist seine Stimme. Aus der Kommunikationsforschung wissen wir, dass Worte nur 7 Prozent unserer Kommunikation ausmachen. Unsere Stimme bestimmt 38 Prozent und 55 Prozent unsere Körpersprache.

Was machen wir für diese 38 Prozent der Kommunikation, an denen so viel hängt? Ein Musiker stimmt vor seinem Auftritt sein Instrument. Hochbezahlte Opernsänger singen ihre Stimme warm.

Was macht ein Redner?

Es gibt eine ganze Reihe von Stimmübungen, die wir vor einem Auftritt machen können, um das beste aus unserem “Instrument” herauszuholen. Zudem besteht die Zunge, der Kiefer und das Zwerchfell aus Muskeln. Muskeln, die wir trainieren, wenn wir einmal keinen Auftritt haben.

Mit dem Reden ist es wie mit Sport. Wir können auch einmal beim Fußball mitkicken. Das macht Spaß. Aber gegen trainierte Sportler haben wir dann keine Chance. Ein Sportler, der nur am Wettkampftag trainiert, wird auch niemals eine Medaille gewinnen.

Ob wir als Redner an einem schlechten Tag nur “gut” sind, haben wir also selbst in der Hand.

Zurück ins schwarze Loch

Stell Dir also vor, Du blickst in das schwarze Loch im Publikum. Du legst alle Energie rein, um Deine Zuschauer für Dich zu gewinnen. Doch das ist völlig falsch. Denn es gibt in jedem Publikum skeptische Zuhörer. Je mehr wir uns reinhängen, desto skeptischer schauen sie. Das ist ein Spiel, dass wir nicht gewinnen können.

Genauso gibt es in jedem Publikum Zuschauer, die von vorne herein auf unserer Seite sind. Wir müssen sie nicht gewinnen. Sie schenken uns schon bei der ersten Gelegenheit ein Lächeln und an der richtigen Stelle ein Lachen.

Für diese Menschen stehst Du auf der Bühne. Lass die Miesepeter kritisch schauen. Konzentrier Dich auf DEIN Publikum. Dann passiert nämlich etwas ganz Besonderes. Je mehr Menschen lächeln, mitmachen, die Hand heben und mitlachen, desto weniger Miesepeter sitzen im Zuschauerraum. Die Kritiker lösen sich in Luft auf.

Während das passiert, merkst Du, wie Deine Rede ständig besser und präsenter wird, weil. Dein Publikum versorgt Dich mit Energie im Überfluss, auf Deinem Rücken hast Du selbst Gänsehaut. Am Ende sitzt kein einziger Miesepeter mehr im Publikum.

Denn Du als Redner hast die Macht Dein Publikum für Dich zu gewinnen, indem Du Mehrheiten schaffst. Der Rest ist Soziologie. Keiner widersteht der großen Gruppe.

Dein Publikum zählt

Von Natur aus tendiere ich dazu, Miesepeter als Herausforderung zu begreifen. Wenn ich zum Beispiel im Supermarkt zahlen möchte, suche ich mir oft die miesepetrigste Kassiererin aus und versuche sie zum Lächeln zu bringen. Das ist nicht schwierig, weil ich ihr nur ein wenig Beachtung schenken muss.

Doch als Redner gilt für mich: Konzentrier Dich auf DEIN Publikum. Wer nicht dazu gehören will, folgt später automatisch.